750.000 Euro Förderung für die Erweiterung des Feuerwehrgebäudes

750.000 Euro Förderung für die Erweiterung des Feuerwehrgebäudes

Am Mittwoch überreichte Simone Oldenburg, stellvertretende Ministerpräsidentin des Landes Mecklenburg-Vorpommern, der Stadt Grevesmühlen einen Förderbescheid über rund 750.000 Euro für die Erweiterung und den Umbau des Feuerwehrgebäudes in Grevesmühlen. Die Förderung umfasst 50 Prozent der voraussichtlichen Gesamtkosten von rund 1,5 Millionen Euro und erfolgt aus Mitteln des sogenannten „Große Feuerwehrgerätehäuser-Programms – GFP“ des Landes Mecklenburg-Vorpommern.

Das Vorhaben beinhaltet die Erweiterung der Fahrzeughalle für drei weitere Einsatzfahrzeuge beziehungsweise deren Anhänger und Zubehör. Des Weiteren werden im Kellergeschoss der Sozialtrakt und die Umkleideräume erweitert sowie zusätzliche Lagermöglichkeiten geschaffen.

Bereits umgesetzt ist der Umbau des Dachgeschosses für die Jugendfeuerwehr in Eigenregie und mit Unterstützung durch Spenden vieler Unternehmen aus der Stadt und dem Umland.

Für die baulichen Maßnahmen liegt bereits seit April dieses Jahres eine Baugenehmigung vor. In Abhängigkeit von der Bestätigung des Haushalts für die Jahre 2027/2028 kann der Bau damit im kommenden Jahr starten.

Diese Umbauten und Erweiterungen haben wirklich erfreuliche Gründe: Die Zahl der Feuerwehrkräfte steigt. Aktuell engagieren sich mehr als 50 Kameradinnen und Kameraden aktiv in der Freiwilligen Feuerwehr. Insbesondere die Zahl der weiblichen Einsatzkräfte ist deutlich gestiegen. Deshalb musste auch das Ende der 1990er-Jahre umgesetzte Konzept einer damals noch männerdominierten Freiwilligen Feuerwehr neu gedacht und an die heutige Situation angepasst werden.

Auch die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die sich bei der Feuerwehr engagieren, ist deutlich angestiegen – von etwa 20 vor noch vier Jahren auf aktuell knapp 50. Diese Entwicklung ist besonders erfreulich und zeigt, welchen Stellenwert die Feuerwehr auch bei der jüngeren Generation genießt.

Und spätestens mit der Neuanschaffung des Rüstfahrzeugs, voraussichtlich Ende dieses Jahres, sind alle Einsatzfahrzeuge, die unsere Feuerwehr für ihre Arbeit benötigt, nicht nur vorhanden, sondern auch auf einem modernen Stand. Kein Fahrzeug wird dann älter als acht Jahre sein.

Dass dies auch dringend geboten ist, lässt sich an den Einsatzzahlen erahnen. Sie liegen durchschnittlich bei über 200 Einsätzen pro Jahr. Das bedeutet: Mehr als jeden zweiten Tag muss unsere Feuerwehr ausrücken – zu Bränden, zur Lebensrettung, zu technischen Hilfeleistungen und vielen weiteren Einsatzlagen.

„Die Stadt Grevesmühlen muss die Feuerwehr vorhalten. Es ist eine sogenannte Pflichtaufgabe für die Stadt. Die Kameradinnen und Kameraden machen ihren Dienst bei uns hingegen freiwillig – aus Enthusiasmus für ihre wichtige Aufgabe, aber vor allem aus Verantwortung für unser Allgemeinwohl. Unser herzlichster Dank gilt ihnen dafür und natürlich auch die volle Unterstützung für die beste Feuerwehr, die man sich wünschen kann. so Bürgermeister Lars Prahler.

Fotos: Stadt Grevesmühlen